Team HandbALL Lippe mit Trainer Struck vor Saisonstart

Nach dem Zusammenschluss der Lemgo Youngsters von Handball Lemgo und der 1. Mannschaft der HSG Augustdorf/Hövelhof gehen die Handballer im Kreis Lippe nun als Team HandbALL Augustdorf-Lemgo-Lippe II in der 3. Liga an den Start. Der Kader der Lemgo Youngsters wurde durch die Spieler Felix Bahrenberg, Robin Wetzel und Dominik Schmidt – die beiden letzteren spielten in ihrer Karriere bereits einmal für Handball Lemgo – ergänzt, zudem trägt die Mannschaft die Heimspiele nun in der Augustdorfer Halle aus, in der mehr als 1.000 Zuschauer Platz finden. Kurz vor dem Auftakt in die neue Spielzeit und nach dem Testspiel-Derby gegen Oberligist TSG Altenhagen/Heepen gibt Trainer Matthias Struck, ehemals Profi in Lemgo und Spieler in Augustdorf, einen Einblick in die Vorbereitung und blickt auf die ersten Spiele der Saison 2018/2019 voraus.

Matthias, in einer Woche startet die Saison mit dem Spiel gegen den VfL Gummersbach II. Wie ist aus Deiner Sicht die Vorbereitung bislang gelaufen?

Matthias Struck:
Bislang bin ich sehr zufrieden. Wir hatten in den Testspielen Gegner aus der Oberliga und aus der 3. Liga und mit der TSG Altenhagen/Heepen am letzten Samstag auch einen Gegner, der Ambitionen für die 3. Liga hegt und wahrscheinlich sogar schon einen Kader für diese Liga hat, mit dem sie locker auch in dieser Spielklasse bestehen könnten. Auch da haben wir mit unserem Spiel – aus einer kompakten 6:0-Deckung heraus mit viel Tempo nach vorne zu spielen – gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind für die Saison 2018/2019. Wir werden weiter versuchen, Einzelheiten zu verbessern, aber wir wissen, dass wir erst mal auf einem guten Weg sind.

Wo hast Du die Schwerpunkte in der Vorbereitung gesetzt? Es gab durch die Zusammenlegung der beiden Teams aus Lemgo und Augustdorf ja nur drei neue Spieler im Kader. Gab es da spezielle Maßnahmen, denn eigentlich spielt der Kader ja schon mehr als ein Jahr fast genau so zusammen.

Matthias Struck:
Klar mussten wir die drei Jungs ins Teamgefüge integrieren, wobei es bei Robin Wetzel gar keine Probleme gab. Er ist auf seiner Torhüterposition mittlerweile schon ein gestandener Spieler, der mit Augustdorf jetzt schon viel Erfahrung in der Oberliga gesammelt hat und mit seinem Charakter auch eine wichtige Rolle im Team übernimmt. Felix Bahrenberg, auch Führungsspieler in Augustdorf gewesen, hat sich sicherlich auch sehr schnell in die Mannschaft reingefunden. Die Mannschaft ist sehr jung, alle sind sehr aufgeschlossen und alle haben viel Spaß miteinander. Ich glaube, das erleichtert die Integration für jeden Spieler ungemein. Und auch für Dominik Schmidt war es kein Problem. Er ist sowieso ein kontaktfreudiger Typ, der relativ schnell da rein gekommen ist. Er kennt auch persönlich viele der Jungs aus der Truppe aus Lemgo. Die Integration verlief problemlos und sehr, sehr gut.

Es ist noch etwas Zeit bis zum ersten Saisonspiel. Wo machst Du Verbesserungsmöglichkeiten aus und was klappt vielleicht schon besonders gut?

Matthias Struck:
Was jetzt schon sehr gut im Gegensatz zur letzten Saison in der 3. Liga funktioniert ist die Abwehr. Wir haben sehr viel am Abwehrsystem gearbeitet und da sehe ich schon sehr viele Verbesserungen. Ansonsten haben wir wieder sehr viel Tempo im Spiel, was sehr gut ist. Aber ab und zu wird aus dem Tempo ein wenig Hektik. Da müssen wir aufpassen, dass wir da nicht Gefahr laufen, unnötig Bälle zu verlieren. Und ansonsten haben wir manchmal in der Rückzugsphase noch kleinere Probleme, an denen wir noch arbeiten müssen.

Im ersten Spiel trefft ihr auf den VfL Gummersbach II in heimischer Halle und danach kommt der erste Auswärtsauftritt bei der HSG Krefeld, einem der Mitfavoriten um den Aufstieg. Wie ist der Fahrplan bis zu diesen Spielen und was weißt Du bislang schon über die beiden Gegner?

Matthias Struck:
Wir freuen uns darauf, dass wir ein Heimspiel zum Saisonauftakt haben. Gummersbach II ist ein Gegner, der in Reichweite ist. Von daher wollen wir natürlich alles daran setzen, vor heimischem Publikum mit einem Sieg in die Saison zu starten. Wir hoffen natürlich auf zahlreiche Unterstützung der Fans. Gummersbach hat sicherlich auch gute Spieler abgegeben, wie Kreisläufer Marcel Timm, der zum HSC 2000 Coburg gewechselt ist, und Regisseur Sebastian Schöneseiffen, der sich nach seinem Kreuzbandriss noch in der Reha befindet und nicht mehr in Gummersbach spielt. Sie haben aber auf der anderen Seite neue Spieler dazubekommen, die diese Lücken dann schließen werden. Aber wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren und wenn wir die Leistung abrufen, die wir abrufen können, dann denke ich, können wir ein erfolgreiches erstes Spiel gegen Gummersbach II bestreiten.

Darauf folgt das Spiel in Krefeld, sicherlich der Favorit auf den Aufstieg am Ende der Saison. Ich denke da können wir ganz entspannt hinfahren und versuchen, einfach unser Spiel zu spielen.

Darauf folgen ganz wichtige Spiele gegen Aufsteiger Spenge, Menden und den Staffelwechsler Northeim. Das werden alles keine leichten Aufgaben. Gerade gegen die Aufsteiger wie Spenge ist es besonders, weil diese Teams auch mit einer Aufstiegseuphorie in die Liga starten. Das macht sich bei den Aufsteigern immer bemerkbar, sie leben davon und fassen meist sehr schnell Fuß in der 3. Liga. In diesen Spielen gilt es für uns, voll einzusteigen und mit voller Motivation den Kampf um die beiden Punkte anzugehen.

Wie lautet das Saisonziel des neuen Team HandbALL Augustdorf-Lemgo-Lippe?

Matthias Struck:
Wir wollen zusehen, dass wir nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen und, wenn möglich, falls es ein sichereres Mittelfeld geben sollte in der kommenden Saison, denn die Liga wird wieder sehr ausgeglichen sein, uns dahin bewegen. Das wollen wir  schaffen, das ist unser Ziel. Aber natürlich wollen wir auch jeden einzelnen Spieler weiterbringen, wir wollen sie fördern, dass sie irgendwann den Sprung aus der 3. Liga, so wie ein Lukas Zerbe oder Jari Lemke zuletzt, in die 1. oder 2. Bundesliga schaffen.

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