A1-Jugend mit Unentschieden gegen Essen

Mit einem am Ende sicherlich gerechten Unentschieden trennten sich die A-Jugend-Mannschaften von Handball Lemgo und des TuSEM Essen am letzten Sonntag. „Wir mussten mit dem Schlusspfiff den Ausgleich hinnehmen“, so Trainer Leif Anton nach der Partie. 27:27 hieß es nach 60 Minuten. Für Lemgo, das kurz nach der Pause schon mit 11:17 deutlich zurücklag, sich aber wieder ins Spiel zurückkämpfen konnte, wäre am Ende vielleicht sogar mehr drin gewesen. Denn das Team von Leif Anton führte eine Minute vor Schluss noch mit zwei Treffern, kassierte allerdings noch zwei Gegentore.

„Wir haben, auch wenn es nicht mehr um einen Wechsel der Platzierungen ging, ein hochintensives und wirklich kraftbetontes Spiel gesehen“, analysierte Lemgos Coach das Spiel gegen den TuSEM Essen. „Wir sind gut gestartet und konnten über eine starke Deckung die beiden Haupttorschützen Witzke und Meurer wirklich an der kurzen Leine halten“, zeigte sich Anton zufrieden mit dem Auftritt in der Abwehr.

Hinten stand Lemgo fest, aber vorne lief nicht viel zusammen bei den Lippern: „Im Angriff haben wir überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir haben uns viel zu schwer getan, sind viel zu wenig auf die Lücken gegangen und konnten so die große 6:0-Abwehr der Essener nicht in Bewegung bringen“, geriet Lemgo schnell mit 5:9 ins Hintertreffen. Auch zur Halbzeit lag Lemgo beim 11:15 noch mit vier Toren zurück.

„Ich habe den Jungs ganz klar gesagt, dass wir im letzten Heimspiel nochmal alles in die Waageschale werfen sollten, weil wir zeigen wollen, dass wir auch zu Recht so drittstärkste Mannschaft in der Liga sind“, so Leif Anton zu seiner Ansprache in der Pause. Lemgo nahm sich viel vor, doch der Start in die zweiten dreißig Minuten verlief alles andere als gut für die Gastgeber. Essen packte noch zwei Tore drauf, Lemgo sah sich plötzlich mit sechs Treffern in Rückstand.

 „Beim 11:17 war das Spiel für uns eigentlich schon weg, aber dann muss ich den Jungs wieder ein Kompliment machen, weil sie angefangen haben, sich zurück zu kämpfen. Sie haben weiterhin ordentlich verteidigt, auch als wir dann in der letzten Viertelstunde auf die 6:0-Deckung umgestellt haben. Und schaffen es dann im Angriff über Tempospiel und vor allen Dingen über gute Kreuzbewegungen zu klaren Torchancen zu kommen und machen dann aus dem 11:17 und 21:24 die Führung zum 27:25“, freute sich Leif Anton über die Reaktion seiner Mannschaft.

Lemgo sah sich plötzlich wieder vorne, es winkte doch noch der Heimsieg. „Doch dann passiert das, was nicht mehr passieren sollte: Wir führen eine Minute vor Schluss mit zwei Toren und agieren dann einfach zu kopflos. Anstatt dass einer die Ruhe bewahrt und bis zum Zeitspiel den Ball hält, gehen wir Richtung Tor und schmeißen einen Ball weg“, so Leif Anton. „Im nächsten Angriff werfen wir dann kurz vor Ende nochmals überflüssig aufs Tor und kriegen so mit dem Schlusspfiff den Ausgleiche, der, wenn man das ganze Spiel sieht, verdient ist, auch wenn der Blick auf die letzte Minute weh tut.“, so der Lemgoer Trainer, der findet, dass das Team dennoch in heimischer Halle einen guten Saisonabschluss hinbekommen hat.

Beim letzten Heimspiel wurden von Jugendkoordinator Christian Plesser (ganz rechts) Trainer Leif Anton, Torhüter Fabian Rütten, Moritz Pieper, Melf Krause, Jan König und Lennart Pieper (v.l.n.r) verabschiedet, die den Verein am Saisonende verlassen werden bzw. im Falle des Trainers Leif Anton die Taktiktafel vorerst an den Nagel hängen wird.

Das letzte Spiel bestreitet die A-Jugend von Handball Lemgo in zwei Wochen am 15. April 2017 im Derby gegen GWD Minden.

Fotos: Thomas Krause

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