TBV erhält Jugendzertifikat 2019

Am Donnerstagnachmittag kam die erfreuliche Mitteilung der DKB Handball-Bundesliga: Der TBV Lemgo Lippe erhält wie in den vergangenen Jahren erneut das Zertifikat für exzellente Jugendarbeit, die Auszeichnung für den nachhaltigen und ressourcenintensiven Aufbau hervorragender Rahmenbedingungen für die Nachwuchsförderung.

Die DKB Handball-Bundesliga hat 23 der 38 Erst- und Zweitligisten mit dem Zertifikat ausgezeichnet und teilt in einer Pressemitteilung mit: „Die hervorragende Nachwuchsarbeit der deutschen Erst- und Zweitligisten trägt weiter Früchte. Dafür reicht schon ein Blick auf den aktuell bei der Heim-WM für Furore sorgenden deutschen Kader. Die von Bundestrainer Christian Prokop nominierten Spieler stammen beinahe ausnahmslos aus den Leistungszentren der Clubs der 1. und 2. Bundesliga. Mit Franz Semper, Tim Suton, Johannes Golla und Sebastian Heymann haben zudem gleich vier U23 Spieler den Sprung in den 28er-Kader geschafft.“

TBV-Nachwuchskoordinator Christian Plesser, der sich vor wenigen Tagen bereits in einem Interview zur Jugendarbeit geäußert hatte, nahm die Nachricht mit großer Freude entgegen: „Solch eine Auszeichnung zu bekommen, ist immer eine Teamleistung. Ein großes Lob und vielen Dank an die Trainer und Betreuer, die sich bei Handball Lemgo und Team HandbALL tagtäglich und Woche für Woche mit großem Engagement um die Nachwuchsteams kümmern. Das ist knallharte Arbeit, bei der es mit einer 40-Stunden-Woche nicht getan ist. Das Jugendzertifikat sehen wir als Auszeichnung, aber auch als Ansporn, mit vollem Einsatz weiterzumachen, um auch in den kommenden Jahren das Jugendzertifikat wieder zu erhalten und auch weiterhin einen Spitzenplatz im Effektivitätsranking der Handball-Bundesliga zu belegen.“

Das aktuelle Effektivitätsranking war im Dezember von der DKB Handball-Bundesliga veröffentlicht worden, der TBV Lemgo Lippe wird hier auf Platz vier mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz drei geführt. „Seitdem es diese Wertung gibt, waren wir immer unten den Top 4 der Erstligisten“, kommentierte Jörg Zereike das Ranking im vergangenen Monat. „Die erneut sehr gute Platzierung beweist, dass unser Konzept keine Eintagsfliege ist und dass wir sehr nachhaltig arbeiten. Spieler, die unser Ausbildungskonzept durchlaufen, können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, Profi zu werden und in der ersten oder zweiten Liga Fuß zu fassen.“

Mit Jari Lemke, Dominik Ebner, Lukas Zerbe und Robin Hübscher haben vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs aktuell bzw. bald wieder einen Profi-Vertrag beim TBV. Weitere Nachwuchsspieler wie Alexander Engelhardt, Fynn Hangstein, Julius Rose, Maxim Schalles, Finn Zecher und Moritz Jebram stehen auf dem Sprung, trainieren bereits häufig mit den Profis und haben schon erste Bundesligaeinsätze absolviert. Außerdem spielen zahlreiche Spieler aus dem Lemgoer Nachwuchszentrum bei anderen Erst- oder Zweitligisten.

Das Jugendzertifikat wurde 2007 als ligaübergreifendes Gütesiegel geschaffen. Einstimmig sprachen sich die Clubs für das anspruchsvolle Vergabeverfahren aus. Seit 2008 wird es an Proficlubs vergeben, die für Nachwuchs-Handballer in ihren Leistungszentren entsprechend gute Rahmenbedingungen bieten. Das Jugendzertifikat setzt voraus, das Nachwuchsspieler in Club und Umfeld möglichst optimale Bedingungen vorfinden, die eine Ausbildung zum Spitzenspieler möglich machen. Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie z. B. ausgereifte Betreuungs- und Ausbildungskonzepte (Duale Karriere), Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Mit der Vergabe für das Jahr 2019 wurde das Zertifikat zum zwölften Mal vergeben.

Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga vergibt jährlich das Jugendzertifikat. Die Grundlage für die Entscheidungen bilden die Stellungnahmen des Zertifizierungsausschusses, der aus Professor Dr. Klaus Cachay (Universität Bielefeld), Klaus Langhoff (Olympiasieger 1980 als Trainer) und Frank Bohmann (Geschäftsführer Handball-Bundesliga GmbH) besteht. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Voraussetzungen geschaffen werden, um in ihren Klubs zu Spitzenspielern zu reifen. Weitere Informationen unter www.dkb-handball-bundesliga.de.

Lädt...
TOP