C1-Jugend: Aus im Halbfinale um die Westfalenmeisterschaft

Das war schon eine Wahnsinnsstimmung, die sich den Spielern am Sonntagnachmittag in Letmathe bot. Vor 500 lautstark agierenden Zuschauern liefen die beiden Kontrahenten Lemgo und Letmathe im zweiten Halbfinale um die Westfalenmeisterschaft auf und am Ende sollte Lemgo der enttäuschte Verlierer sein.

Dabei sah es in der ersten Hälfte noch sehr gut aus. Unsere Jungs starteten nach einem mäßigen Start und einem Rückstand von drei Toren eine tolle Aufholjagd und gingen sogar mit fünf Toren in Führung. In dieser Phase klappte einfach alles bei Lemgo. Dann kam es aber zum Leistungseinbruch und Letmathe kam bis zur Halbzeitpause auf ein Tor heran.

Es war also alles wieder offen und die zweite Hälfte musste die Entscheidung bringen. Leider zu Ungunsten von Lemgo. Irgendwo auf der Strecke haben wir komplett den Faden verloren und nicht mehr wiedergefunden. Möglicherweise war die Riesenkulisse in dem Moment einfach zu viel für uns. Von einigen individuellen Stärken abgesehen, fand einfach kein gebundenes Spiel im Aufbau statt und unsere Abwehr wies ungewohnt viele Lücken auf. Die nutzen dann die Gastgeber konsequent genug aus, um sich die Führung mit drei bis vier Toren zurückzuholen. Zuviel und für uns und an diesem Tag nicht mehr einholbar.

Erklärungen zu finden fällt schwer. Die Enttäuschung war bei den Spielern natürlich riesengroß. Es wäre eigentlich mehr drin gewesen. Letztlich müssen wir Letmathe gratulieren und den verdienten Einzug ins Finale zugestehen. Vor einer solchen Kulisse wäre wohl auch die eine oder andere Männermannschaft auf Schwierigkeiten gestoßen. Kopf hoch, Jungs. Es geht weiter.

Fazit: Verloren. Aus. Vorbei. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Letztlich haben wohl unsere Nerven versagt. Allerdings kein Grund, jetzt alles in Frage zu stellen. Auch oder gerade aus solchen bitteren Niederlagen lernt man am meisten und eines sollte man beim Rückblick auf die Saison und der gesamten Betrachtung nicht aus dem Auge verlieren. Es ist kein Platz für negative Kritik. Genau das Gegenteil ist der Fall. Unsere Jungs befinden sich noch in der Handballausbildung und sind dabei schon verdammt weit gekommen. Dafür haben sie sich großen Respekt und Anerkennung verdient. Was sie da oft auf die Platte gezaubert haben, war wirklich klasse und es hat uns Eltern und Zuschauern eine Menge Spaß gemacht,  sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Vielen Dank dafür. Ihr bleibt am Ball und der Blick geht nach vorn. Darauf setzen wir.

Spieler und Tore: Dean Schnormeier (Tor/n.e), Leon Goldbecker (Tor), William Schläger (1), Niklas Busse(n.e.), Rouven Hübner (1), Tim Sievers (5), Alexander Tsouflidis (n.e.), Gianluca Tesi (-), Mark-Ole Pöppelmeier (3), Mark Neugebauer (4), Julian Borren (1), Mike Steffen (7).

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