A-Jugend: Torhüter Mühlenstädt rettet Punkt gegen Hagen

Handball Lemgo und Eintracht Hagen trennten sich am Sonntagnachmittag mit 29:29. „Das Unentschieden ist für uns sehr glücklich“, bilanzierte Trainer Christian Plesser kurz nach der Partie gegen die Westfalen. Lemgo liegt nach der englischen Woche nach einer Niederlage, einem Sieg und dem Unentschieden mit 9:5 Punkten auf dem fünften Platz der Jugend-Bundesliga West.

Den anfänglichen Rückstand (0:2) konnten die Gastgeber aus Lemgo schnell ausgleichen und in Folge legten die Lipper drei und vier Tore vor. „Bis zur 25. Minute war das so, aber durch Ballverluste und schlechtes zurücklaufen konnte Hagen noch vor dem Seitenwechsel verkürzen“, so Lemgos Trainer. In die Pause ging es dann mit 14:12.

Nach der Halbzeit konnte sich Lemgo zunächst wieder etwas von Hagen absetzen. „Wir führen bis zur 37. Minute mit vier Toren“, berichtet Plesser. „Dann bekommen wir zwei Zeitstrafen und spielen ab da mehr als zehn Minuten unterirdisch. Wir haben uns in der Deckung nicht an Absprachen gehalten, werfen im Angriff die Bälle einfach weg, hatten eine fahrlässige Chancenauswertung und spielen überhaupt nicht mehr mit Tempo“, fand der Trainer des Lemgoer Nachwuchses klare Worte.

Plesser unterbrach das Spiel mit seiner dritten und letzten Auszeit elf Minuten vor dem Ende. „Da liegen wir mit 21:25 zurück, kommen aber dann wieder besser in die Abwehr und kämpfen uns ins wieder an Hagen ran.“ In den letzten drei Minuten setzte Lemgo den siebten Feldspieler ein. „Da haben wir ‚Alles oder Nichts‘ gespielt und gehen volles Risiko, was auch belohnt wird. Franz Holznagel trifft zum 29:29“, so Plesser.

Thore Oetjen verhindert daraufhin die schnelle Mitte der Gäste, was mit einer roten Karte und einem Strafwurf geahndet wird, da diese Aktion in den letzten 30 Sekunden der Partie passierte. Den Strafwurf konnte Timon Mühlenstädt parieren und Lemgo konnte sich somit doch noch über ein Unentschieden und einen Punkt freuen.

„Das Unentschieden für uns ist sehr glücklich. Wir kämpfen uns ab der 50. Minute zurück in die Partie und Timon konnte den letzten Strafwurf dann auch noch abwehren. Wir haben alles riskiert und sind – sicherlich auch mit ein bisschen Glück – belohnt worden“, fasste Trainer Christian Plesser zusammen.

Foto: Paul Cohen

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