
HL II holt Punkt beim Tabellenzweiten TuS Wermelskirchen "Freuen oder Weinen?" Wermelskirchen (ruko). Vor der Partie beim Tabellenzweiten TuS Wermelskirchen wäre HL-Coach Niels Pfannenschmidt mit der Aussicht auf einen Punktgewinn sicherlich hoch zufrieden gewesen. Nach dem Match, obwohl die Lemgoer beim Titelaspiranten am Ende tatsächlich einen Punkt beim 24:24 ergattern konnten, sah das allerdings ganz anders aus. "Ich weiß nicht ob ich mich freuen oder weinen soll, dieses Spiel, dafür hatten wir genug Chancen, hätten wir eigentlich gewinnen müssen", stellte der Lemgoer Coach fest. Gerade den Zwei-Tore-Führungen seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte (16:18 (39.) und 18:20 (45.)) trauerte der Lemgoer Trainer hinterher. Ansehnlich das Spiel der Gäste schon in Hälfte eins. HL operierte mit einer aufmerksamen Deckung, lag zur Pause allerdings mit 14:11-Toren hinten. "Da haben wir aus unserer guten Deckung einfach zu wenig Kapital nach vorne geschlagen", so Pfannenschmidt, der für die zweite Spielzeit Veränderungen in seinem Team vornahm. Neuzugang Pierre Limberg spielte jetzt mehr rechts und die Außen wurden von Haenen und Kaltenborn besetzt. Das Spiel der Lemgoer jetzt wesentlich kompakter und wie schon erwähnt führte HL in Minute 39. mit 18:16. Binder hatte nun die große Chance die Lemgoer Führung per Siebenmeter auszubauen, vergab aber von der Marke. Sechs Minuten später hätte Kausys ebenfalls den Vorsprung auf drei Tore ausdehnen können, doch auch er scheiterte vom Punkt. In den letzten sechs Minuten des Spiels scheiterten die Gäste zudem noch viermal freistehend vor dem Tor. Beim Stand von 24:24 Ballbesitz für HL in den letzten 20 Sekunden. Die Zeit wurde zwar schön runtergespielt, doch Jan Pohlmann konnte den letzten Wurf aufs Tor in diesem Match nicht verwandeln. "Wir hatten gefühlte acht Chancen dieses Spiel für uns entscheiden", wäre Pfannenschmidt gerne mit einem Sieg nach Hause gefahren. Dennoch, dieses Remis beim vor der Serie hochgehandelten Titelfavoriten sollte der Lemgoer Mannschaft Auftrieb geben. Ein echter Zugewinn im HL-Team Neuzugang Pierre Limberg, der fünfmal traf und vier Siebenmeter rausholte. "Ein Spieler von hoher Qualität", freute sich Pfannenschmidt über den gelungenen Einstieg des Neuzugangs. Zu Gast bei LIT Der Punktgewinn hat die Tabellensituation für die Lemgoer nicht verändert, die stehen auf Platz 13, haben aber noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Am kommenden Sonntag steht für HL die nicht gerade leichte Auswärtsaufgabe bei LIT Nordhemmern/Mindenerwald an. Das Hinspiel verloren die Lemgoer mit 38:32-Toren, diese Scharte soll am Sonntag um 17 Uhr in der LIT-Arena ausgewetzt werden. Allerdings hat LIT zur Zeit einen super Lauf, konnte seine letzten vier Ligaspiele allesamt gewinnen, schlug dabei so namhafte Gegner wie Schalksmühle und Rheinhausen. Kein Zuckerschlecken das da auf die Hansestädter warten dürfte. Ganz stark im Team von LIT Jens Wiese und Gerrit Bartsch. Die Nordhemmern-Bomber konnten bisher schon 134 beziehungsweise 128 Tore in dieser Serie erzielen. Von der SG Hohhorst/Haste wurde Simon Witte verpflichtet, der sein Handwerk bei GWD Minden erlernte. Nach einem kurzen Gastspiel in Wermelskirchen ist jetzt auch wieder Daniel Gerling für LIT am Ball. "Wir müssen auch in LIT gewinnen. Wenn wir unsere Leistung aus dem Spiel in Wermelskirchen abrufen können, ist das auch möglich", gibt sich Niels Pfannenschmidt zuversichtlich. Nach Stand der Dinge sind bei HL soweit alle Spieler fit. Ein klitzekleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Arjan Haenen, der sich im Spiel gegen Wermelskirchen einen Pferdekuss zuzog. HL-Tore: Limberg (2), Binder (5/1), J. Pohlmann (4), Tempelmeier (3), Görder, S. Pohlmann (je 2), Kaltenborn, Kausys, Haenen (je 1). Quelle: Lippische Wochenschau